Wenn Hunde in die Luft gehen …

… ist oft ein Frisbee im Spiel

Die einen haben gar keine Vorstellung, was Hundefrisbee oder Discdogging, so der Fachbegriff für den von Alex Stein im Jahr 1974 erfundenen Sport, bedeutet. Die anderen denken direkt an die Königsdisziplin, den Freestyle. Eine zweiminütige Kür zur Musik, in der die schnelle Abfolge verschiedener Würfe und Sprünge vom Körper des Menschen zur Frisbee® gezeigt werden. Die stille Kommunikation, beiderseitiges Vertrauen, perfektes Timing, sowie fließende Übergänge von Würfen und Tricks, versetzen jeden Beobachter in Staunen. Doch Discdogging kann viel mehr und hält für jedes Mensch-Hund-Team eine Variante bereit. Aber Vorsicht: nicht einfach loslegen, sondern erst wissen, wie es geht.

Jeder Mensch und gesunde Hund kann diesen Sport ausüben. Man kann ihn mehr oder weniger sportlich gestalten und das Spiel den Fähigkeiten seines Hundes anpassen. Viele Hüte- und Jagdhunde sind prädestiniert für diese Sportart, jedoch sind auf Turnieren, von klein bis groß, alle Vertreter der Gattung Hund und deren Mischungen zu finden. Spaß am gemeinsamen Tun und eine Hundefrisbeescheibe stehen im Vordergrund.

Wie fange ich das Spiel an?

Step by Step und immer mit viel Spaß und Freude. Durch Zergeln lernt der Hund das „neue“ Spielzeug kennen. Im nächsten Schritt sollte die Frisbee über den Boden gerollt und der Hund aufgefordert werden, die rollende Scheibe einzufangen und zurück zu bringen. Später wird die Frisbee® in kurzem Abstand seitlich bzw. quer vor das Hundemaul geworfen, wodurch der Hund lernt, sie in der Luft zu fangen. Später wirft man in Laufrichtung, aber niemals frontal auf den Hund zu. Hat der Hund das Fangen verstanden, ist der Mensch gefragt.

Alles eine Frage der Technik?

Eine gute Wurftechnik ist das A und O. Da heißt es üben-üben-üben! Aber keine Angst, das richtige Werfen ist nur eine Technik. Aus 6 Grundwürfen sind inzwischen über 170 verschiedene Wurfvarianten und Tricks entstanden. Und auf jedem Turnier kommen wieder neue dazu. Beim Discdogging darf der Hund seine natürlichen Neigungen wie Springen, Laufen, Jagen, Beute machen und Apportieren ausleben. Der Mensch kann, ganz wie es ihm beliebt, all seine Ideen einbringen und neue Würfe oder Tricks kreieren. Wichtig ist nur, dass die Würfe keine Gefahr für den Hund darstellen. Dann kann es auch schon losgehen: Im eigenen Garten, im Park, im Urlaub am Strand, alleine oder in einer Gruppe Gleichgesinnter. Man braucht nur eine Hundefrisbeescheibe, seinen Hund, eine Wiese und der Spaß beginnt. Aber Achtung: Discdogging ist nichts für bequeme Menschen!

Eine Hundefrisbeescheibe darf nicht brechen oder splittern. Machen sie den Test (siehe Bild). Die Oberflläche dieser Frisbeescheibe ist glatt und hat keine Erhebungen oder Vertiefungen. Diese könnten den Fangzähnen schaden. Hundefrisbees (max. 150 gr.) gibt es aus verschiedenen Materialien, was die Qualität und Haltbarkeit beeinfllusst. Welche die Richtige ist, richtet sich nach der Größe des Hundes. Geeignete Hundefrisbeescheiben bekommt man in spezialisierten Onlineshops.

Nippers – Stadtmagazin für Hundefreunde, 3/2012
Beitrag und Fotos: Conny Sawicki, Off-hand Discdog Team

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