Unterstützung kann Tierleben retten

Gerade in der (Vor-) Weihnachtszeit möchten viele Menschen wertvolle Hilfsprojekte unterstützen. Doch wer die Wahl hat, hat auch hier die Qual. Es ist jedem selbst überlassen, ob er Menschen unterstützt, die sich um andere Menschen bemühen, oder denjenigen hilft, die sich mit ihrer Arbeit um hilfsbedürftige Tiere kümmern. Es zahllose Projekte, die Unterstützung verdient haben. Vier von ihnen stellen wir hier vor.

TASSO bringt Mensch und Tier zusammen

Jeder Hundehalter tut gut daran, sein Tier zu kennzeichnen und mithilfe der Tätowierung oder Chipnummer bei TASSO anzumelden. Mit der Registrierung leistet er einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit seines tierischen Schützlings. Der Verein ist seit 35 Jahren für Mensch und Tier da. Jedes der über acht Millionen registrierten Tiere hat so im Vermisstenfall die größtmögliche Chance, schnell in sein sicheres Zuhause zurückzufinden. Alle Leistungen von TASSO sind kostenlos: Registrierung, Tierausweis, Suchservice und Suchplakate. Vor allem aber hilft die TASSO-Halsbandplakette allen, die ein Tier gefunden haben: Ein Anruf bei der aufgedruckten Telefonnummer genügt, damit TASSO Mensch und Tier wieder zusammenbringen kann. Die Hotline ist 24 Stunden lang an 365 Tagen im Jahr besetzt – auch an Weihnachten.
www.tasso.net

Tiervision: Hilfe für Notfelle

Die 14-tägig erscheinende Sendung „Pfotenhilfe – Die Barmenia-Tiervermittlung“ ist ein Tierschutzprojekt des Web-TV-Senders Tiervision. Moderatorin und Tierschützerin Dr. Claudia Ludwig stellt in der Sendung bis zu zehn Hunde und Katzen aus Deutschlands Tierheimen vor. In den letzten vier Jahren haben bereits über 1.000 Tiere ein neues und liebevolles Zuhause gefunden. Gerade bei Notfällen ist diese Öffentlichkeitsarbeit eine große Hilfe. Ein Großteil der Produktionskosten können durch Sponsoren und Partner gedeckt werden, jedoch erreichen das Team von Tiervision immer wieder Notrufe aus dem Tierschutz, verstärkt auch aus dem europäischen Ausland. So hat die letzte Reise das Team von Tiervision nach Calpe an der Costa Blanca geführt, wo gleich zwei Sendungen den spanischen Streunern gewidmet werden konnten. Tiervision hat zusätzlich verschiedene Ratgeber-DVDs für den richtigen Umgang mit Haustieren auf den Markt gebracht. Mit dem Kauf der DVD wird unter anderem die Tierschutzarbeit von Tiervision unterstützt und weitere Produktionen zur Unterstützung der Tierschutzvereine ermöglicht.
www.tiervision.de

Auch Igel brauchen Hilfe

Pro Igel ist ein bundesweit tätiger Igelschutzverein, der sich durch Öffentlichkeitsarbeit und zahlreiche Publikationen für den Schutz des heimischen Igels einsetzt. So werden Anleitungen zur sachgemäßen Betreuung hilfsbedürftiger Igel herausgegegeben, Igelfinder beratend unterstützt und Forschungsarbeiten gesammelt sowie gefördert. Der Verein bündelt Kontakte und transportiert Wissen rund um Igel, Igelschutz und -hilfe. Egal ob Schulprojekt, Bachelor-, Masterarbeit, Dissertation oder wissenschaftliche Studie, Seminar oder Kongress: Pro Igel hilft im Rahmen des Möglichen jedermann gern weiter. Der Verein stellt Informationen und Fachliteratur unter anderem Universitätsmitarbeitern und insbesondere auch Tierärzten zur Verfügung. Pro Igel finanziert oder unterhält keine Igelauffangstationen. Die aktiven, ehrenamtlich engagierten Fachleute geben Igelpflegern das Know-how durch telefonische oder schriftliche Beratung per Mail. Pro Igel ist im Übrigen ein Zusammenschluss von Experten und kein Mitgliederverein mit Mitgliedsbeiträgen. Er finanziert seine umfangreiche Arbeit ausschließlich durch Spenden.
www.pro-igel.de.

Rheinperle: Ein Hospiz mit „Wau-Effekt“

Im Hundeseniorenheim Rheinperle in Dormagen-Zons wird alten, kranken und misshandelten Hunden ein sicheres, artgerechtes, letztes Zuhause in familiärer Geborgenheit geboten. Hier erhalten echte „Notfelle“ liebevolle Ganztagspflege und Zuwendung, um ihre geschundenen Seelen heilen zu lassen und ihnen zu einem längeren, freien und glücklichen Altern in Würde zu verhelfen. Vereinsgründerin Petra Brück hat sich ganz bewusst für die alten Hunde entschieden, weil diese betagten Grauschnauzen aufgrund verschiedener Gebrechen eine spezielle Pflege und besondere Aufmerksamkeit benötigen. Doch ihr Lebenswerk ist teuer! Alle Hospizhunde werden tierärztlich versorgt, benötigen spezielles Futter und brauchen täglich zahlreiche Medikamente. Der vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannte Verein „Hundeseniorenheim Rheinperle“ wird vollständig aus privaten Mitteln finanziert, erhält keine Gelder aus öffentlicher Hand. Auch die kleinste Spende hilft Petra Brück, die Aufgaben zu meistern und die Hospiz-Ziele zu verwirklichen.
www.hundeseniorenheimrheinperle.de

Nippers – Stadtmagazin für Hundefreunde, 4/2017

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