Hunde Immunsystem stärken

Immunität wird durch Geburt und durch Erwerb erworben. Wenn Ihr Hund eine Virusinfektion durchgemacht hat und eine Immunität gegen das betreffende Virus entwickelt, spricht man von erworbener Immunität.

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Viren sind sehr heimtückisch und gefährlich – einige können töten, andere verursachen irreversible Schäden. Zum Glück ist es heutzutage nicht schwer, Viren zu bekämpfen – es genügt, wenn Sie Ihren Hund regelmäßig impfen lassen. Dies ist die einzige Möglichkeit, ihnen eine künstliche Immunität zu verleihen. Ein geimpfter Hund verfügt über eine erhöhte Widerstandskraft gegen die Krankheiten, gegen die er geimpft ist – genug, um ihn vor viralen Infektionen zu schützen. Die angeborene Immunität ist etwas komplizierter. Sie wird von vielen Faktoren beeinflusst – Vitaminmangel, schlechte Ernährung und Lebensbedingungen, Vererbung, emotionaler Zustand, chronische Krankheiten, Trauma, Umwelt und viele andere.

Parasiten haben einen negativen Einfluss auf die Nachhaltigkeit:

– Würmer schwächen das Immunsystem sehr schnell, setzen Giftstoffe frei und vergiften das Tier buchstäblich von innen.

Flöhe und andere Blutsauger können die Integrität der Haut stören und zu bakteriellen Infektionen führen.

– Sobald Milben auf der Haut (Räude, Otodectosis) oder unter der Haut (Demodikose) auftreten, kann selbst ein geimpfter Hund anfällig für Viren werden, da diese Parasiten das Immunsystem töten. Jeder Parasit kann eine Allergie auslösen – einen „Zusammenbruch“ des Immunsystems, der mit chronischen Symptomen einhergeht. Da es sich bei der Allergie um eine Immunerkrankung handelt, wird das Immunsystem durch sie selbst weiter geschwächt.

Wie können Sie das Immunsystem Ihres Haustieres sicher stärken?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Immunsystem zu stärken, aber sie wirken nur zusammen. Deshalb sollten Sie nicht wählen – Sie sollten an allen Fronten handeln:

Prophylaxe, Beseitigung von Parasiten – einmal im Monat werden Tropfen verabreicht, und alle 4-6 Monate wird eine Anti-Wurm-Pille gegeben.

Ausgewogene Ernährung. Darmprobleme sind immer ein unvermeidliches Immunproblem. Bei einer natürlichen Ernährung sollte der Speiseplan Obst und Gemüse, verschiedene Eiweißquellen (Seefisch, Fleisch und verschiedene Nebenprodukte), Milchzucker, Kohlenhydrate und pflanzliche Fette enthalten (Ihr Tierarzt oder Züchter kann Ihnen bei der Zusammenstellung eines geeigneten Speiseplans helfen). Vitamine und Mineralstoffe sollten entsprechend den Empfehlungen Ihres Arztes der natürlichen Nahrung zugesetzt werden. Industrielle Lebensmittel sollten keine Zusatzstoffe enthalten – greifen Sie gerne auf Hausmittel wie Schwarzkümmelöl für Hunde zurück. Natürlich sollten Sie von hoher Qualität sein, ohne Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und Farbstoffe. Denken Sie daran, dass es sehr schwierig sein wird, das Immunsystem Ihres Hundes aufrechtzuerhalten, wenn er nicht richtig ernährt wird.

– Lange Spaziergänge werden Wunder für sein Immunsystem bewirken – er braucht frische Luft genauso wie wir. Natürlich darf man es nicht übertreiben, wenn er sich gerade von einer schweren Krankheit erholt. Wenn ja, fragen Sie Ihren Tierarzt nach dem Spaziergangsprogramm Ihres Hundes. Wenn er in guter körperlicher Verfassung ist, sollten Sie jeden Tag zwischen Spaziergängen und Sport wechseln.

– Vermeiden Sie Zigarettenrauch, insbesondere wenn der Hund unter Allergien, Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Problemen leidet.

– Vermeiden Sie stressige Situationen. Hormoneller Stress ist auch für sein Immunsystem schädlich.

Sie können das Immunsystem Ihres Hundes mit denselben Methoden stärken, die wir auch zur Stärkung des Immunsystems nach einer Krankheit oder außerhalb der Saison als Präventivmaßnahme anwenden. Sie können jedoch keine volkstümlichen Methoden anwenden, ohne Ihren Tierarzt zu konsultieren, denn selbst die scheinbar harmlosesten Kräuter und Produkte können für Hunde gefährlich sein.

Immunstimulatoren oder -modulatoren bei Hunden

Immunstimulanzien (oder Modulatoren) werden benötigt, wenn das Immunsystem eines Hundes stark geschwächt ist – nach einer Zecken- oder Pilzinfektion, nach und während der Behandlung einer Viruserkrankung, nach schwerem Stress oder Verletzungen, nach einer schwierigen Geburt oder Operation und während der Genesung. Um das eine oder andere zu verschreiben, müssen Sie einen Bluttest machen und sich mit Ihrem Tierarzt treffen, der Ihren Hund schon lange beobachtet.

Die Auswahl ist groß: Vitamintabletten, Energy Gel, Hanfsticks, VetoMune und andere.
Einige Immunstimulanzien und Modulatoren helfen bei der Wiederherstellung der Abwehrkräfte nach Viren, andere aktivieren das antibakterielle „Schutzschild“, wieder andere beschleunigen die Regeneration und Erholung nach Verletzungen, Operationen usw.

Die Dosierung wird nicht nur unter Berücksichtigung des Gewichts, sondern auch des Allgemeinzustands des Hundes festgelegt. Leidet das Haustier an einer chronischen Krankheit, die das Immunsystem schwächt, werden Stimulanzien kurweise eingesetzt und manchmal durch andere, ähnliche Medikamente ersetzt (der Organismus gewöhnt sich an das gleiche Stimulans und reagiert nicht mehr darauf). Wenn Sie das Immunsystem Ihres Hundes mit Medikamenten stärken wollen, sollten Sie daher unbedingt Ihren Tierarzt konsultieren. Denken Sie immer daran, dass eine gesunde Lebensweise der beste Freund des Immunsystems ist! Alles, was für die Gesundheit Ihres Hundes schädlich ist, schadet auch seinem Immunsystem.