Sicher durch den Sommer

Sicher durch den SommerJeder Hund ist verschieden und verkraftet sommerliche Temperaturen anders. Das Aktivitätsprogramm sollte nun individuell auf den Vierbeiner angepasst werden, damit das Herz-Kreislauf-System des Hundes nicht noch zusätzlich belastet wird. Wer ein paar Maßnahmen beachtet, bringt seinen Hund gut durch den Sommer.

Schwimmen im See

Wer einen „Seehund“ zu Hause hat, dem fällt es nicht schwer, ihm eine Abkühlung zu verschaffen, denn Schwimmen im See eignet sich dazu hervorragend. Aber auch ein Bach, indem die Pfoten gekühlt werden können, ist eine gute Alternative. Diverse Schwimmspielzeuge, Bällchen oder ein Apportel sorgen für ausreichend Bewegung und Abwechslung.

Wasser im Garten und auf dem Balkon

Im Garten lässt sich dem Hund nach Belieben entweder mit dem Gartenschlauch oder mit einem robusten Hundepool für eine Abkühlung sorgen. Auch für die Stadtwohnung gibt es kleine Pools oder auch eine Sandmuschel aus Hartplastik, die mit Wasser befüllt und auf dem Balkon aufgestellt werden können. Eine Art „Handtuchschleuse“ in der Balkontür verhindert, dass sich der Pool schlückchenweise ins Wohnzimmer verlagert.

Wenn Abkühlung nötig ist

Neben feuchten Handtüchern, die man Hunden zum Auflegen anbieten kann, gibt es so Einiges im Handel zu kaufen, was dem Vierbeiner an heißen Tagen Erleichterung verschaffen kann. Kühldecken beispielsweise werden einige Minuten ins kalte Wasser gelegt und saugen sich voll. Das eingearbeitete Material wird dadurch zu einer homogenen Masse, die die Kühle nach und nach an den Hund abgibt. Einige jedoch mögen es nicht, auf einer feuchten Unterlage zu liegen. Hier hilft die Auflage mit einem großen Handtuch, dass gewechselt werden kann. Die kühlende Wirkung wird dadurch zwar gemindert, ist aber dennoch vorhanden. Nach demselben Prinzip funktionieren Kühlhalsmanschetten oder Kühlgeschirre für Hunde. Allerdings werden sie nicht von allen Vierbeinern gut angenommen.

Spielzeuge im Wasser

Wer in die Hundepielzeugkiste schaut, findet bestimmt etwas, was an heißen Sommertagen für einige Stunden in den Gefrierschrank gesteckt werden kann. Vom feuchten Plüschknochen, der danach herrlich kühl in der Schnauze liegt und spannend zwischen den Zähnen knistert, bis zum ausgelutschten „Kong“, der mit Joghurt oder Leberwurst befüllt, im Froster zu einem erfrischenden Snack sowie längerer Beschäftigung für den Vierbeiner wird. Toll sind auch Gummibälle und -knochen, die mit Wasser befüllt werden und während des Spielens dann die Kühle abgeben.

Morgens aktiv, mittags kurz und abends gemächlich

An heißen Sommertagen empfiehlt es sich, die Gassirunden auf den sehr frühen Morgen und in die späten Abendstunden zu verlegen. Dann ist die Sonneneinstrahlung am geringsten und die Wärme noch gering. Aber Vorsicht: Fahrradfahren bei über 22 °C ist auch am Abend kein Vergnügen für jeden Hund.Dem glattfelligen, jungen Dalmatiner mögen die Temperaturen wenig ausmachen, dem Langhaarschäferhund geht dabei aber schon nach wenigen Metern die Puste aus und auch der sonst so drahtige Terrier-Mischling macht möglicherweise an der nächsten Ecke schlapp. Hitze, die den ganzen Tag auf den Hund einwirkt, belastet das Herz-Kleislaufsystem der Tiere immens. Deshalb sollte man seinen Hund gut einschätzen können, mittags die Gänge mit ihm kurz halten und sich auch abends lieber für ein gemeinsam geschlendertes schattiges Ründchen im Wald entscheiden.

Hunde haben keine Schuhe

Wenn die Wege aus Asphalt, Stein und Sand aufgeheizt sind, ist es für Hunde kein Vergnügen dort zu laufen. Es empfiehlt sich, für den vierbeinigen Freund die Schattenseite der Straße zu wählen und offene Wege ohne Schatten weitestgehend zu meiden.

Ernährung: Auf sechs Beinen zum Eissalon

Im Sommer kann es empfehlenswert sein, dem Hund mehrere kleine Portionen Futter über den Tag verteilt anzubieten, anstatt ihn sich vollfuttern zu lassen. So ist der Organismus weniger belastet. Besonders Hundesenioren kann eine solche Art der Fütterung eine echte Erleichterung verschaffen, weil ihnen die Hitze zumeist wirklich zusetzt. Und der gemeinsame Gang zum Eissalon und hin und wieder eine Kugel Vanilleeis hat noch keinem gesunden Hund geschadet.

Todesfalle Auto

Jedes Jahr sterben Hunde im Auto an Hitzschlag, weil Halter „mal eben“ Einkaufen gehen. Die Hitzeentwicklung im Fahrzeuginneren wird unterschätzt: In nur wenigen Minuten kann sich der Innenraum an einem warmen Sommertag auf bis zu 70 Grad C aufheizen. Auch ein Parkplatz im Schatten oder leicht geöffnete Fenster sind kein ausreichender Schutz gegen Überhitzung. Lassen Sie den Hund bei Hitze niemals im Auto zurück und rufen Sie die Polizei, wenn Sie ein Tier in einem Fahrzeug entdecken, dass offensichtlich unter der Hitze leidet – den Hunden zuliebe.

Nippers – Stadtmagazin für Hundefreunde, 2/2016
Beitrag: Burga Torges, Hundetrainerin, www.hundeart.com

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